Hohes Schloß
Füssen
(
Ausgangspunkt
Stadtrundgang
Füssen )
Stadtburg - Bischofsburg - Außenfarbigkeit -
Inneneinrichtung Rittersaal & Kachelofen von 1514
Standort einer
römischen Militärstation. Burg begonnen wohl 1291 unter
Herzog Ludwig dem Strengen, dessen Bautätigkeiten schon
1292 auf Betreiben des Bistums Augsburg vertraglich
gestoppt wurden. 1322 Erwerb durch Bischof
Friedrich von Augsburg, nachfolgend weitere
Bautätigkeiten.
Baugeschichte
nicht klar hinsichtlich der Gründungsbauten, zumal
äußerst
komplex. Mehrfache Erweiterung und
Aufstockung. L. 15. Jh. (Baudaten ,,1490",
,,1494", ,,1499", ,,1503") unter
Fürstbischof Friedrich von Hohenzollern großer
spätgotischer Ausbau in heutiger Form, mit Veitskapelle
und großartigen Illusionsmalereien; innen Rittersaal mit
Kasettendecke. Barocke Umgestaltung im Inneren.
Kachelofen von 1514 aus Schloß Marktobersdorf.
Musealer Teil
Öffnungszeiten, Eintritt. Kurzer, mäßig steiler
Aufstieg. Stadtmauer: Stadterhebung 1274-1286;
Stadtrecht 1363. Bau der Stadtmauer um 1280 und 1338;
1503 auf Artilleriewaffen umgerüstet, mit vier Rondellen
bewehrt. Weitgehend erhalten; jederzeit zu besichtigen
Zu einem
Italienfeldzug Kaiser Heinrichs VII. (1308 - 1313)
stellte Bischof Heinrich von Augsburg "400 Mark
Silbers Augsburger Gewichts" im Gegenwert zu zehn
Streitrossen und zehn Geharnischten" zur Verfügung.
Als Pfand erhielt er dafür die Vogtei über Füssen. Da
dieses nie ausgelöst wurde, blieb der Augsburger Bischof
Landesherr von Füssen von 1313 bis 1803.
Amtssitz der bischöflichen Verwaltung wurde das zwischen
1293 und 1323 errichtete Schloß, das der Bischof auch zu
seiner Sommerresidenz wählte.
Bischhof Friedrich II.von Zollern ließ um 1500 das Hohe
Schloß zu seiner heutigen Gestalt erweitern und mit
bemerkenswerter Illusionsmalerei versehen. Damit gehörte
das Hohe Schloß zu den größten und bedeutendsten
mittelalterlichen Burganlagen Schwabens. Der
"Rittersaal" mit seiner prunkvoll geschnitzten
Kassettendecke diente als repräsentativer Festsaal, in
dem häufig Kaiser Maximilian I mit seinem Hofstaat als
Gast des Bischofs empfangen wurde.
Im Nordtrakt befindet sich heute die
Filialgalerie
der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Kunstwerken der
Spätgotik und Renaissance von Künstlern des Allgäus
und Oberschwabens und die Städtische Gemäldegalerie.
Öffnungszeiten: April-Oktober Di.- So. 11 - 16 Uhr -
November-März: So. 14 - 16 Uhr - Info 08362/7077 - Bayerischen
Staatsgemäldesammlungen